DIE VARROAMILBE

Die aus Asien nach Europa eingeschleppte Varroa Milbe wird von offizieller Seite als größte Gefahr für die Bienen und als Hauptgrund für das Bienensterben gesehen.  

Die Varroa-Behandlung der Bienenvölker mit aggressiven chemischen Substanzen und Säuren wird als unverzichtbar hingestellt, eine Ausrottung des Parasiten als unmöglich erachtet. 

Das würde mit andern Worten bedeuten, dass die Honigbienen ohne Medikamente nicht mehr überlebensfähig sind. Der Tatsache, dass es inzwischen zu vielfachen Resistenzbildungen der Milbe gegen die eingesetzten Substanzen gekommen ist, folgt der Ruf nach der Entwicklung neuer Medikamente. Alle medikamentösen Behandlungen schwächen jedoch das Immunsystem der Bienen und nehmen ihnen zugleich die Möglichkeit,  eine natürliche Resistenz gegen Parasiten und Krankheitserreger aufzubauen. Diese Resistenz hingegen bildet die Varroa Milbe und immer stärker wirkende Substanzen werden zu ihrer Abtötung nötig. 

Starke und gesunde Bienenvölker mit gut entwickeltem Putzverhalten entledigen sich aus eigener Kraft der Milben, vorausgesetzt, die natürliche Selektion  darf stattfinden. Es gibt selbst in Europa kleine Populationen von natürlich gehaltenen, völlig unbehandelten Bienenvölkern, bei denen sich ein Gleichgewicht zwischen Wirt und Parasiten eingestellt hat.
Es ist wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis es zur Einschleppung weiterer Milbenarten kommt. 

Die Lösung für dieses Problem liegt nicht in immer neuen, das Immunsystem schwächenden Medikamenten,  sondern in der naturnahen und wesensgemäßen Haltung der Bienen, die durch natürliche Selektion ihre Anpassungsfähigkeit und Resistenz wieder voll entwickeln können. 

Seit über 30 Millionen Jahren leben die Bienen in harmonischer Koexistenz mit dem Ökosystem unserer Erde. Durch Ihre große Anpassungsfähigkeit an oft  heftige klimatische Veränderungen und an die massiven widernatürlichen menschlichen Eingriffe haben sie den Fortbestand ihrer Art gesichert.