Wären die Honigbienen nicht die Haustiere der Imker, so blieben die dramatischen Verluste an Bienenvölkern still und unbemerkt für die breite Öffentlichkeit in den Statistiken zum globalen Artensterben. 

Dieses hat ein ein erschreckendes Ausmaß  erreicht und verläuft gegenwärtig bis zu 1000 Mal schneller als der natürliche evolutionsbedingte Verlust. In der EU ist jede vierte Tierart vom Aussterben bedroht. Europaweit ist ein starker und anhaltender Rückgang von wilden Bienen, gehaltenen Honigbienen und anderen Bestäubern zu beobachten.

Auf Grund der Eingriffe des Menschen sind viele Ökosysteme so geschädigt, dass vielen Lebewesen ihre Nahrungsgrundlagen und Lebensräume fehlen. Viele Tier- und Pflanzenarten werden durch Spritzmittel systematisch ausgerottet und können ihren wichtigen Platz in der Nahrungskette nicht mehr einnehmen.
 
Insektizide, Pestizide und Fungizide sind die Hauptursache für den massiven Verlust der Artenvielfalt in Europa. Jede Verdoppelung der Produktion auf Getreidefeldern reduziert allein die Pflanzenarten um 50%. 

Was für Folgen hätte das Aussterben der Bienen und anderer Insektenarten,  deren Aufgabe es ist, den Naturkreislauf mit seinem ganzen Artenreichtum durch ihre Bestäubung aufrecht zu erhalten?