Die Arbeiterinnen

Sie haben im Gegensatz zur Königin nur eine wesentlich kürzere Lebenserwartung.
Man unterscheidet hierin jedoch zwischen Sommer- und Winterbienen. Während die Arbeiterinnen im Sommer bereits nach 4 - 6 Wochen eingehen, werden die Winterbienen mehrere Monate alt.
Dieser Unterschied liegt vor allem daran, dass die Winterbienen keine Nachkommen zu pflegen haben. Die Sommerbiene arbeitet sich dagegen regelrecht zu Tode.
Im Hochsommer zählt ein Bienenvolk bis zu 45.000 Bienen. Im Winter dagegen sind es nur 10 bis 15 Tausend.
Die Arbeiterinnen sind auch weiblicher Natur, doch sind ihre Geschlechtsorgane (Eierstöcke) verkümmert. In anderen Merkmalen sind sie jedoch weit besser ausgestattet als die Königin. Das hängt zusammen mit der Vielzahl von Aufgaben, die sie im Laufe ihres Lebens zu erledigen haben, denn sie sorgen für alles. Dabei teilen sie sich die Arbeit.

 

Die Arbeiterinnen erledigen im Laufe ihres Lebens, bei ungestörtem Lebenslauf in den Monaten Mai bis Juli eine Vielzahl von unterschiedlichen Arbeiten. Diese Beschäftigungen wechseln mit dem Lebensalter und gehen einher mit der Entwicklung der verschiedenen Drüsen.

Dabei folgen sie aber keinem starren Schema, sondern die Tätigkeiten können je  nach den Bedürfnissen im Bienenvolk zeitlich stark abweichen. So können die sehr alten Winterbienen im zeitigen Frühjahr wieder Ammen- und Baudienste ausüben.

 

AlterLebensphaseTätigkeit
1-2 Tage Junbiene Zellen putzen
3-4 Tage junge Ammenbiene Füttern der älteren Larven
5-8 Tage ältere Ammenbiene Füttern der jungen Larven
9-12 Tage   erste Orientierungsflüge vor dem Flugloch
13-18 Tage Baubiene "Ausschwitzen" der Wachsplättchen, Wabenbau
15-18 Tage   Übernahme des Nektars, Verarbeitung zu Honig, Einlagerung, Pollen einstampfen
19-21 Tage Wächterbiene Fluglochwache, Abwehr von Wespen, räubernden Bienen, Menschen und sonstigen Eindringlingen, Sterzeln
ab 22 Tagen Flugbiene Sammelflüge, (Nektar, Pollen, Kittharz, Wasser)  Gelegenheitsarbeiten: Bauen, Wärmezittern Kühle fächeln